Am 22. März 2006 hatte ich 100 Artikel in OPINIO geschrieben, fast genau 1 Jahr später sind es 200
In einem OPINIO Rückblick schrieb ich im März 2006: Ohne mich in Eigenlob vertiefen zu wollen, 100 Beiträge sind für mich schon ein Grund der Freude, gepaart mit einem Schuss Stolz. 100 sind zwar im Vergleich zu anderen bescheiden, und reicht seit langem nicht mehr aus, eine Top 5 Position zu halten. Aber dies ist ja auch nicht mehr das Ziel.
Jetzt sind es 200 geworden, und es reicht nicht mal mehr aus die Top 10 zu halten, aber wenn man es oft genug wiederholt, glaubt man es vielleicht: es ist ja auch nicht mehr das Ziel.
Eigentlich sollte mein 200ter Artikel was ganz besonderes werden, aber dank so mancher Kontroverse um eingeführte oder ausgebliebene technische Neuerungen, schaue ich lieber still und ruhig auf ein schönes Jahr bei OPINIO zurück.
Schön sind die immer wieder neu auftauchenden Namen und Nicks von “frischen” ungeklonten Autoren, von denen einige nur schnuppern, und hoffentlich immer mehr bleiben. Unschön sind die mit viel Trara angekündigten Austritte und Austritte vom Rücktritt, wobei man ja bedenken sollte, dass OPINIO kein Verein ist, bei dem man überhaupt Eintreten und Austreten könnte, man ist da oder auch nicht.
Mancher mag denken, das Kapital von OPINIO ist seine Redaktion, oder gar seine „Stammautoren“ oder Top 50. Nein, das Kapital von OPINIO sind all die, die abends ihren PC ausschalten und an einem der nächsten Morgen sich wieder einloggen, und bei OPINIO schreiben oder gerne lesen.
Wer meinen 100er Rückblick gelesen hat weiß, dass mein erster OPINIO Artikel von der Redaktion abgelehnt wurde, erst zum 100sten schaffte er die redaktionelle Hürde. Aber mein zweiter Artikel, mein aller erster veröffentlichter Artikel, steht seit einigen Wochen gedruckt in einem Buch, mit 56 anderen wunderschönen Beiträgen aus dem Fundus von OPINIO.
Ich habe unser Buch einem englischen Freund geschenkt, der es wiederum seiner Deutschlehrerin gab. Letztes Wochenende wurde in der Lerngruppe dieser Artikel diskutiert, oder besser gesagt, erst Mal das Vokabular verstanden, und dann der Sinn herausgearbeitet. Ich war nicht dabei, saß aber sehr stolz bei mir im Garten und gönnte mir ein Gläschen Wein in Gedanken.
Gibt es überhaupt Stammautoren? Ich hoffe nicht, denn dann müsste es bald auch Ehrenautoren auf Lebzeit geben, ein grausiger Gedanke. Es gibt Autoren, die sind seit dem ersten Tag dabei (so wie ich), es gibt Autoren, die haben fast 700 Beiträge geschrieben (so wie GabrieleLins), und es gibt Autoren die haben schon mehrmals das Kind mit dem Bad ausgeschüttet und sind dennoch nicht wegzudenken. Jeder Autor ist anders, und es gibt sicherlich Autoren, die haben in diesem Jahr erst ihren ersten Artikel geschrieben, und werden sich in den Top 50, ja Top 5 wieder finden, egal, ob es ihr Ziel ist oder nicht, denn auch dieser Wandel gehört zum Glück zu OPINIO.
Es gibt leider auch Autoren, die man schätzen lernte, die aber zu früh gestorben sind, deren OPINIO Profil aber zum Glück nicht gelöscht wird. Ich empfehle jedem gelegentlich und immer wieder mal das Profil und Gästebuch von Rockerbaby zu lesen. Auch das ist ein Stück OPINIO.
Ich sage nicht tschüss, ich mach keine Pause, ich freue mich auf meine nächsten 100 Artikel zu wichtigen und trivialen Themen. 200 sind nicht genug! Ich freue mich über jeden Leser und die gelegentlich anerkennenden Worte, und kontroverse Diskussionen werden gerne geführt. Auch lasse ich mich durch kindliche Zankereien in den Kommentaren ebenso unterhalten wie auf den für mein Alter viel zu langen Feten auf Düsseldorf’s Kähnen.
Update:
Im April 2008 habe ich alle Beiträge von mir in OPINIO gelöscht.
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