Atomkraft? Ja bitte!

12 04 2008

Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 4. Januar 2006 in OPINIO veröffentlicht. Er ist nach 2 Jahren aktueller denn je, denn nur Wollsocken reichen einfach nicht gegen diese Kälte.

Die Umfragen zeigen immer deutlicher die Bereitschaft zu einem Umdenken in der Atompolitik. Sogar die hartnäckigste grüne Socke kann seine sture Ablehnungshaltung langsam nicht mehr rechtfertigen, denn die immer wiederkehrenden Horrorszenarien entpuppen sich als lahme Wiederholungen von Argumenten der 70er und 80er Jahre.

Längst ist erwiesen, dass Global Warming ein viel katastrophaleres Vernichtungspotential hat als ein paar Tschernobyl Unfälle.

Ja, jeder Verstrahlte ist einer zuviel, aber für die Ausrottung der Menschheit durch katastrophale Klimaveränderungen will nun auch keiner so richtig verantwortlich sein. Und ob ich nun ausgebrannte Kernstäbe oder Kohlendioxid unterirdisch bunkere macht nun auch keinen großen Unterschied mehr.

Es sind es die ökologisch Radikalen, die uns diese Suppe eingebrockt haben, die uns durch ihre polemischen “Atomkraft – Nein Danke” Wiederholungen in die aktuelle Energie-Falle geführt haben. Sie wussten es nicht besser, aber es war irgendwann nur noch “in” dagegen zu sein. Sit-in happening beim Castor-Rangiergleis Nr.3 bei Regen und Saukälte.

Aus der Misere, die uns diese Politik eingebracht hat, ist leider nur schwer herauszukommen. Sichere Atomkraftwerke sind dank verbotener Investitionen in die Technik nicht vorhanden. Die Welt kocht zwar weiter Atomstrom, die Meiler pfeifen aber auf den letzten Löchern, weil man einfach nicht darüber nachdenken durfte wie es besser und sicherer gehen könnte, denn: wir steigen ja ganz aus. Und wer investiert schon in ein Auslaufmodell. Die Sorgen der Atomkraft heute in 2006 ist, dass wir mit Bauplänen von vor 20 Jahren arbeiten müssen dank verordnetem Entwicklungsstillstand. Wir können zwar rasend schnelle schwebende Züge bauen und exportieren, den nötigen Strom können wir aber nicht modern und sicher durch Atomkraft produzieren, denn wir wissen nicht mehr wie es überhaupt geht.

Dafür brummt bei uns das Windrad, bis sich Bürgerinitiativen dagegen wehren als seien es Atomkraftwerke. Leider ist die Wasserkraft als Ressource bei uns so gut wie ausgeschöpft, oder sollten wir mal versuchen den Rhein zu stauen? Und die Sonne scheint in anderen Teil dieser Welt.

Aber wir brauchen ja keine Atomkraft, denn wir haben das Gas unserer russischen Freunde. Haben? Hatten? Da die sich im Moment mit ihren Nachbarn zanken, wird uns plötzlich klar: so 1-2 Atommeiler mehr wären jetzt doch ganz schön nützlich.

Es geht nicht darum hier und heute den Energiemix der nächsten 100 Jahre zu bestimmen, dies können wir nicht, wir werden es wohl nie können, denn er verändert sich laufend durch neue Forschungserkenntnisse und veränderte politische Rahmenbedingungen.

Damit wir aber nicht länger Geisel unserer überkommenen Ideologien bleiben, damit wir mit Spielraum und Reserve die dringend nötigen internationalen Abkommen hinsichtlich unseres Energiebedarfes in Ruhe diskutieren und aushandeln können, müssen wir alte und falsche Abkommen zumindest überdenken dürfen. Dank Atomkraft könnten wir wertvolle Zeit gewinnen und radikale Sparmaßnahmen und Engpässe verhindern. Es würde unserem wirtschaftlichen Wachstum gut tun, zumindest auf diesem Gebiet im wahrsten Sinne des Wortes etwas frische Co2-arme Luft zum atmen zu bekommen.


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7 02 2009
Hossa

ja da soll mich doch…
verdammt, ist das echt Dein Ernst, oder wer bezahlt Dich für das Verzapfen solch hanebüchenen Unfugs ?

Ich will hier nicht auf den ganzen Quatsch eingehen den Du Dir da so schön zurechtgeschreibselt hast, aber ich bin mir wirklich ganz ganz sicher, dass wir uns um den wissenschaftlichen Erkenntnisstand der führenden Atomfirmen keine Sorgen machen müssen. Der Kram von Siemens und Konsorten wird ja nicht nur deshalb in die ganze Welt verkauft, weil unsere Holzzahnräder schöner sind, als sagen wir mal japanische.
Nein, keine Sorge, deren Forschungsabteilung ist schon recht weit vorne mit dabei.

Was sie allerdings immer noch nicht wissen, ist, wohin mit dem Kram wenn er dann nach Gebrauch erst mal ein paar Millionen Jahre ausglühen muss.
Hmmm…stirnrunzel… weisst Du´s ? Dann aber schnell, bevor es jemand anders sagt und die ganzen Preise dafür einsackt.
Die letzten Spitzen-Ideen gehen jedenfalls momentan gerade buchstäblich baden (Asse – schon mal gehört ?) und müssen für ein unglaubliches Schweinegeld wieder ausgebuddelt werden. Mein Geld übrigens – und Deins auch. weil die Jungs die den ganzen Plunder da vergraben haben selbstverständlich nicht zuständig sind. DIE waren für´s Geld VERDIENEN zuständig.

Womit Du übrigens völlig Recht hast, ist, dass tatsächlich jeder verstrahlte einer zuviel ist. Das ist aber auch wirklich schön dahergesagt, wenn man gerade nicht in einer Gegend seinen Lebensmittelpunkt hat, wo man sich mal besser privat versichert. Kapierst Du nicht ? Wundert mich nicht.
Aber wenn ich hier mal kurz aus dem Tätigkeitsbericht des Umweltinstituts München aus dem Jahr 2007 zitieren darf:

“Ende des Jahres kam eine vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebene epidemiologische Studie an die Öffentlichkeit: die “Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken” (KiKK-Studie). Sie kommt zum alarmierenden Ergebnis, dass im 5-km Nahbereich von Atomkraftwerken in Deutschland bei Kleinkindern die Krebsrate um 60 Prozent und die Leukämierate auf mehr als das Doppelte ansteigt.”

Cool, wie ? Ja was bauen die Deppen auch ihre Häuser in die Nähe von Atomkraftwerken ? Wo man doch weiss, was da passieren kann.
Abgesehen davon, dass uns -bis endlich mal ein paar unverbesserliche Spinner angefangen haben, uns mit ihrem Ökokram auf die Nerven zu gehen- erzählt worden ist, dass das alles suuupersicher ist und da gar nichts passieren kann, fällt mir da auch nichts zu ein.

Blöderweise hat uns dann der Russe mit seinem explodierten Eigenbau-Kraftwerk in die Suppe gespuckt.
Mann, war das blöd, als wir nicht mehr in den Sandkasten durften und die Hunde zu Hause in die Badewanne kacken mussten.

Wär DAS nicht passiert dann hätten wir heute bestimmt nicht so´n Problem mit den Ökos und dem Klimawandel, den die übrigens auch schon ein oder zwei Jahre vorhergesagt haben, wenn wir jetzt nicht mal bald anfangen etwas ökonomischer mit Energie umzugehen.
Meine Fresse, seit 30 Jahren die gleichen Argumente, wie phantasielos. Seit 30 Jahren keine Antwort auf die gleichen Argumente find ich persönlich aber auch nicht sooo originell.

Im letzten Absatz wirst Du ja sogar noch ein bischen versöhnlich. Ich leider nicht, denn die Zeit, die Du jetzt gerne noch zum “in Ruhe diskutieren” hättest, wäre in den letzten ca. 30 Jahren massig vorhanden gewesen. Jetzt wären Dinge wie zügiger Ausbau erneuerbarer Energien und sehr viel Geld in die Erforschung derselben zu stecken.

Krabbel Du mal lieber wieder unter Deinen Stein und überlass das mit dem Diskutieren Leuten, die wissen wovon sie reden, ja ?
Danke.

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